Das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) blickt aktuell recht gelassen auf die Verbreitung der giftigen Goldalge in der Oder. «Auf Basis dieser Meldungen aus Polen sowie der eigenen Daten halten wir momentan die Situation in der Grenzoder für unkritisch», sagte ein Sprecher der Umweltbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei etwa die Algenkonzentrationen in der Grenzoder relativ niedrig und es gebe «keine Anzeichen für Toxizität».
Vor kurzem hatten polnischen Behörden von sehr hohen Konzentrationen der Goldalge Prymnesium parvum und großen Mengen toter Fische im Gleiwitzer Kanal sowie in einem Stausee berichtet, wie der Sprecher ergänzte. Diese beiden Nebengewässer hätten einen Zulauf in die Hauptoder etwa vier bis fünf Tage Fließgeschwindigkeit von der deutsch-polnischen Grenzoder entfernt.
Aktuell überwachten die polnischen Behörden engmaschig, ob die Goldalge von diesen Nebengewässern in die Hauptoder gelangt sein könnte, führte der Sprecher aus. «Nach aktuellen Erkenntnissen ist dies nicht der Fall.» Die Alge sei nur in Spuren oder gar nicht nachweisbar.