Wölfe sind auf Grundstücken bei Spremberg in der Lausitz auf Futtersuche – das Landesumweltamt greift nun gezielt ein, damit die Tiere ihre Scheu vor Menschen nicht verlieren. Die Wolfs-Experten der Behörden reagieren mit sogenannten Vergrämungen. Dabei wird versucht, die Tiere zu vertreiben und abzuschrecken, damit sie ihr Verhalten ändern. Laut Stadt setzten sie dafür bereits Leucht- und Knallmunition ein.
Warum schalten sich die Behörden ein?
Es gebe Hinweise darauf, dass Wölfe im Bereich Weskow bei Spremberg «futterkonditioniert» sind, wie der Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU) mitteilte. Dies führe dazu, dass diese Tiere schrittweise ihre Vorsicht verlieren. «Dies wiederum kann dazu führen, dass die Distanz zu Menschen immer geringer wird.» Vor Tagen hieß es, ein Wolf sei auf Grundstücke gekommen, um sich Futter zu beschaffen.
Sehr stark besiedelte Gegenden werden von Wölfen laut LfU in der Regel gemieden, weil sie die Anwesenheit von Menschen dort auch nachts bemerken. «Wölfe, die jedoch im städtischen Bereich durch aktive oder passive Futterkonditionierung – in der Regel durch einfach zugängliches Futter – positive Erfahrungen machen, dringen immer unbekümmerter auch in dicht besiedelte Gebiete vor.»