Müll am Seeufer, Autos auf Waldwegen und verbotene Lagerfeuer - gerade in der Urlaubszeit beklagt die wasserreiche Stadt Potsdam rücksichtsloses Verhalten mancher Besucher. Denn an vielen Gewässern gilt ein besonderer Schutz für Vögel und Pflanzen. Schilfgürtel dürfen laut den Vorschriften nicht durchfahren werden.
«Was vielen nicht bewusst ist: Mehr als die Hälfte des Potsdamer Stadtgebietes ist Teil eines ausgewiesenen Schutzgebietes», teilte die Stadt mit. «Alle, die in der Natur Erholung suchen, müssen sich auch an die Regeln halten, um diese besondere Umgebung zu schützen und lebenswert zu erhalten.»
Im Norden von Potsdam liegt in einem Naturschutzgebiet der beliebte Sacrower See. Er sei wegen der verhältnismäßig geringen Ausdehnung sehr empfindlich und könne nur eine begrenzte Belastung unbeschadet vertragen, so die Stadt. Der Uferweg am Sacrower See darf demnach nicht verlassen werden, Wasserfahrzeuge - auch Kajaks, Flöße und Stand-up-Paddling - sind nicht erlaubt. Die Ufer dürften abseits der «geduldete» Badestellen nicht betreten werden.