Die Polizei will künftig stärker gegen illegale Motocross-Fahrten in Naturschutzgebieten auf ehemaligen Truppenübungsplätzen in Jüterbog und Heidehof (Kreis Teltow-Fläming) vorgehen. Motocross-Fahrer seien ein hartnäckiges Problem für Natur, Tiere und für Erholungssuchende, teilte die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg am Dienstag mit.
Die Polizei will nun regelmäßig die Außenkanten des Gebiets bestreifen und illegale Zufahrten und Startpunkte der Motocrosser überwachen. Kräfte von Polizei, Forst und der Stiftung planten auch an Wochenenden und Feiertagen «gemeinsame Abfangaktionen», hieß es in der Mitteilung. Illegale Aktionen würden verfolgt und zur Anzeige gebracht.
Die Maschinen zerstörten Nester von seltenen bodenbrütenden Vogelarten wie der Heidelerche, so die Wildnisstiftung. Sie scheuchten Tiere auf und störten sie bei der Aufzucht ihrer Jungen. Ein Mitarbeiter der Stiftung sei in der Vergangenheit bereits von einem Motocross-Fahrer verletzt worden, der in eine Wandergruppe gefahren sei. Auch Waldbrandwege würden durch die Befahrung beschädigt.