Es ist einer der größten Öl-Unfälle der vergangenen Jahre: Mindestens 200.000 Liter sind aus einer Pipeline im Nordosten Brandenburgs in einer bis zu 20 Meter hohen Fontäne herausgeschossen. Erst nach Stunden konnte das Leck nahe Gramzow in der Uckermark abgeriegelt werden. Mehr als zwei Hektar Acker wurden mit Öl bespritzt, wie Landesumweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) am Mittag am Unglücksort berichtete. Das entspricht ungefähr zwei Fußballfeldern. Die Versorgung von Berlin und Brandenburg mit Kraftstoffen und Heizöl ist jedoch nicht gefährdet.
Die 200 Kilometer lange Leitung vom Hafen Rostock nach Schwedt ist seit 2023 eine zentrale Versorgungsader für die Raffinerie PCK, die weite Teile des Nordostens und Berlins mit Sprit, Heizöl und Kerosin versorgt. Die Firma versicherte, die Produktion sei gesichert, weil es ausreichend eingelagerte Ölvorräte gebe. Auch kommt auf anderen Wegen Öl zur Raffinerie.