Nach der Oder-Katastrophe vor mehr als drei Jahren erholen sich einige Bestände in dem Grenzfluss wieder. Den «Fisch-, Muschel- und Schneckenbeständen» würde es langsam aber stetig besser gehen, sagte ein Sprecher des Brandenburger Umweltministeriums. Bei den Muscheln sei die «Bestandsdichte immer noch sehr klein». Für ihre Erholung seien also noch «Jahrzehnte» nötig.
Vor gut zwei Jahren waren in der Oder tonnenweise Fische verendet. Hoher Salzgehalt, Niedrigwasser, hohe Temperaturen und das Gift der Goldalge waren aus Expertensicht wesentliche Ursachen für das massenhafte Fischsterben im August 2022. Noch in diesem Sommer hieß es, dass die Gründe für das Sterben nach Ansicht von Umweltexperten nicht maßgeblich bekämpft worden. Noch immer würden polnische Bergbaubetriebe salzhaltige Frachten in den Fluss einleiten. Zudem belasteten Ausbaupläne für die Oder das schon geschwächte Ökosystem des Flusses zusätzlich.