Es war die Sensation des Sommers. Am 20. Juli vor einem Jahr versetzte eine vermeintliche Löwin die Gemeinde Kleinmachnow südwestlich von Berlin in Aufruhr. Nach 30 Stunden stellte sich heraus, dass die Polizei einem Wildschwein hinterherjagte - von einer Löwin keine Spur. Da war KIeinmachnow schon international berühmt und reichlich Spott ausgesetzt.
Heute machen vielmehr Bilder und Videos von plündernden Wildschweinen in Wohngebieten die Runde. Von den Wildtieren gibt es in Kleimachnow viel mehr als vielen Bürgern lieb ist. Ganze Rotten sind auf der Suche nach Futter und durchwühlen Mülltonnen.
«Heute Nacht wieder viel Lärm und Tonnenschmeißen», schrieb Bewohnerin Barbara Schlesinger in einer Facebook-Gruppe. Bürger testen mittlerweile, mit welchen Schlössern sie ihre Müllbehälter am besten schützen können. Auch mit Spanngurten an den Tonnen wird experimentiert.
Der Unmut in der Bevölkerung steige wieder, sagte Schlesinger. Die tagtäglichen Begegnungen mit Wildschweinen, Lärm und Dreck durch geplünderte Mülltonnen sowie umgewühlte Grünflächen und Kot auf den Wegen mehrten sich.