Die Bäume im weltberühmten Welterbe-Park Sanssouci in Potsdam bekommen eine eigene Open-Air-Ausstellung - besser gesagt: die Baumschäden durch den Klimawandel. In der historischen Anlage von Friedrich dem Großen, die ein Touristenmagnet ist, sind viele Bäume krank: Stämme sind kahl, Äste brechen ab, Schädlinge hinterlassen Spuren. Die Ausstellung «Re:Generation. Klimawandel im grünen Welterbe - und was wir tun können» will an rund 30 Stationen mitten im Park über die Gefahren für das Unesco-Welterbe, aber auch über den Umgang mit dem Klimawandel informieren.
Die Bewahrung des grünen Kulturerbes sei eine alternativlose Mammutaufgabe, sagte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) am Montag vor dem offiziellen Start der Ausstellung, die vom 27.04. bis Ende Oktober zu erleben ist. Umweltminister Axel Vogel (Grüne) betonte, wie wichtig es sei, nach Anpassungsstrategien für den Klimawandel zu suchen.
Dramatische Folgen des Klimawandels sichtbar
Rund 80 Prozent der Gehölze im Park Sanssouci sind laut Stiftung Preußische Schlösser und Garten Berlin-Brandenburg geschädigt durch extreme Hitze und anhaltende Trockenheit. Seit 2017 seien jährlich zwischen 160 und 300 Bäume gefällt worden. Viele Eichen und Buchen sind in den denkmalgeschützten Parks in Potsdam um die 150 Jahre alt oder älter. Auch im Branitzer Park in Cottbus befasst sich eine neue Ausstellung mit den Auswirkungen des Klimawandels. Eine Baum-Universität in der Stadt in Südbrandenburg soll künftig neue Erkenntnisse für den Erhalt historischer Gärten liefern - auch dazu gibt es Informationen im Potsdamer Park Sanssouci.