Mancher Kleingartenverband in Berlin und Brandenburg steht dem Thema Solarmodule auf den Anlagen prinzipiell offen gegenüber, sieht aber noch ungeklärte Fragen. «Es ist ein Thema, bei dem man auch die Netzbetreiber mit ins Boot holen muss», sagte etwa Holger Neujahr, Präsident des Kreisverbands der Garten- und Siedlerfreunde Dahme-Spreewald. «Da kommt es auf die Größe der Gartenanlage an.»
Kreisverband: Es braucht technische Vorkehrungen
In Brandenburg kämen manche Vereine auf mehr als 100 Parzellen. «Wenn da jeder ein 800-Watt-Balkonkraftwerk auf die eigene Laube setzten würde, hätten wir da 80 Kilowatt pro Gartenanlage.» Bei dieser Leistung brauche es auch technische Vorrichtungen, damit der Netzbetreiber per Fernsteuerung bei Bedarf die Stromerzeugung reduzieren oder abschalten kann. «Einfach ein Solarmodul drauf setzen und gut ist funktioniert also nicht», sagte Neujahr.
Die Gartenordnung des Kreisverbands erlaube schon jetzt die Installation von 800-Watt-Anlagen auf der eigenen Parzelle, betonte er. Das müsse aber mit dem Vereinsvorstand sowie dem Verband abgesprochen werden. Neujahrs eigener Verein habe gar eine Genossenschaft gegründet, um gemeinschaftlich die Installation von Solaranlagen zu ermöglichen.