Friedhof Ruhleben in Charlottenburg-Wilmersdorf wegen Wildschweinjagd komplett gesperrt
Auf dem Berliner Friedhof Ruhleben in Charlottenburg-Wilmersdorf soll am Dienstag Jagd auf Wildschweine gemacht werden. Voraussichtlich zwei Jäger und zwei Jagdhunde sollen auf dem Gelände im Einsatz sein, wie eine zuständige Ansprechperson des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Die Maßnahme laufe wahrscheinlich den ganzen Tag. Da mit scharfer Munition geschossen werde, werde der Friedhof für Besucher vollständig gesperrt. Die Wildschweine verursachen nach Angaben des Amts seit längerem «erhebliche Schäden» an Grabstätten, Wegen und Grünflächen. Insgesamt sechs Tiere seien auf dem Friedhof gesichtet worden. Aus Sicherheitsgründen habe das Bezirksamt einen Zaun erneuert, ein Rolltor eingerichtet und Hinweisschilder für Mitarbeiter angebracht. Ursprünglich war die Jagd auf die Tiere für Mittwoch angekündigt worden, wurde nun aber um einen Tag vorverlegt. Es ist nicht das erste Mal, dass Wildschweine auf dem Friedhof bejagt werden. Dem Bezirksamt zufolge wurden seit Beginn der Maßnahmen insgesamt sieben Wildschweine auf dem Friedhof erlegt. Der Friedhof Ruhleben befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Grunewald und hat selbst einen waldartigen Charakter. Er ist etwa 13,9 Hektar groß und wurde 1952 eröffnet. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenGrunewald ganz in der Nähe