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Fehrbellin: Trockenheit lässt in Linum weniger Kraniche erwarten

Fehrbellin: Trockenheit lässt in Linum weniger Kraniche erwarten
Kraniche legen im Herbst rund um die Linumer Teichgebiete auf den Weg in den Süden eine Rast ein. (Archivbild) / Foto: Georg Moritz/dpa
Weniger Wasser, weniger Kraniche: In Linum sorgt die Trockenheit für Sorgen. «Wir wünschen uns Regen», sagt Bürgermeister Perschall.

Angesichts der Trockenheit rechnet der Bürgermeister der Gemeinde Fehrbellin in dieser Kranichsaison mit weniger rastenden Zugvögeln rund um Linum. Der Kranich brauche nasse Füße, aber es stehe zu wenig Wasser auf den Flächen, sagte Bürgermeister Mathias Perschall (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist unsere größte Sorge.» 

Die Region Linum im Nordwesten Brandenburgs ist mit viel Teichland als großer Rastplatz für Zugvögel bekannt. Mehr als 10.000 Kraniche haben Ehrenamtliche in dem Gebiet bislang gezählt (Stand 29. September) - deutlich weniger als im Vorjahr. Die Saison geht aber noch einige Wochen weiter. Vor einem Jahr waren es Ende September mehr als 55.000 Tiere. 

Im Oktober 2025 starben in dem Gebiet jedoch massenhaft Kraniche an den Folgen der Vogelgrippe. Helfer in Schutzanzügen sammelten tote Tiere ein. Touristen blieben aus. Anzeichen für die Tierseuche bei Kranichen gibt es in dieser Saison bislang nicht. «Das ist überstanden», meinte Perschall, der sich als Hobby-Ornithologe vor allem mit Greifvögeln gut auskennt.

«Wir wünschen uns Regen»

Er rechne damit, dass in diesem Herbst weniger Kraniche zu sehen seien, weil es zu trocken sei und keine idealen Bedingungen herrschten. «Wir wünschen uns Regen. Das würde die Situation entspannen.» Zwar werden bereits einige Flächen geflutet, wegen des knapperen Wasserhaushalts sind die Möglichkeiten jedoch auch begrenzt, wie der Bürgermeister sagte.

Fehlt es an Regen, könnten die Vögel das Rastgebiet meiden, überfliegen oder in andere Regionen weiterziehen. Wie viele Tiere noch kämen und wie lange sie blieben, werde sich in den kommenden zwei bis drei Wochen zeigen, so Perschall. 

2024 wurden Anfang Oktober mehr als 66.000 Kraniche gezählt, wie auf dem Online-Portal «Kraniche in Linum» erfasst wurde. 

Führungen zur Kranichsaison

Zur Kranichsaison reisen zahlreiche Besucher in die Region - rund 55 Kilometer von Berlin entfernt. Die Vögel lassen sich ganz früh morgens und abends beobachten, wenn sie in Scharen ihre Schlafplätze verlassen und wieder einfliegen. Auch Führungen werden angeboten. Wichtig ist laut Naturschutzstation Rhinluch, dass die Kraniche an ihren Schlafplätzen ungestört bleiben.

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