Früher gab es so viel Aal, dass Bauern damit ihre Felder düngten oder ihn an ihre Hühner verfütterten. Inzwischen ist der Fisch eine vom Aussterben bedrohte Art, die als teure Delikatesse gilt. Um auf seine Bedrohung aufmerksam zu machen, wurde der Europäische Aal nun zum «Fisch des Jahres» 2025 gekürt. Das teilten der Deutsche Angelfischerverband, das Bundesamt für Naturschutz, der Verband Deutscher Sporttaucher und die Gesellschaft für Ichthyologie mit.
Der Europäische Aal machte demnach einst etwa die Hälfte der Fischbiomasse in den europäischen Binnengewässern aus. Die Kanäle der norddeutschen Marschen waren so reich an Jungaalen, dass die Bauern sie auf die Felder schaufelten oder verfütterten. Inzwischen sei der Bestand stark zurückgegangen und der Aal die einzige Fischart in Europa, für die es eine eigene EU-Verordnung gebe, die den Bestand schützen und wieder aufbauen helfen soll.