Helferinnen und Helfer sehen in Linum teils tragische Szenen, während zahlreiche Kraniche sterben. «Wir hatten eine Situation, wo beide Elterntiere verendet waren und dann noch der Jungvogel daneben stand und auch nicht wusste, wohin», erzählt Fulvio Kudernatsch. Der 35-Jährige ist einem Aufruf gefolgt und hilft beim Einsammeln der Vögel im Linumer Teichland im Nordwesten Brandenburgs. Rund 1.200 tote Kraniche wurden bereits geborgen.
«Beim ersten Mal rausgehen war ich schon ziemlich aufgeregt, weil ich überhaupt nicht wusste, was auf mich zukommt. Es hieß halt, da liegen Hunderte Kraniche rum», sagt Kudernatsch. Er selbst wohnt nur fünf Minuten entfernt. Es ist auch die Heimatliebe, die ihn antreibt. «Und als wir dann in die Schutzanzüge rein gerutscht sind und die Handschuhe und Masken aufgesetzt haben, da fühlte sich das schon ein bisschen surreal an, wie ein Film.»