Der brandenburgische CDU-Fraktionschef Jan Redmann dringt auf eine deutliche Verringerung der Zahl der Wölfe und hat die Grünen aufgefordert, ihren Widerstand aufzugeben. «Die aktuellen Regelungen aus dem Hause Vogel zum Umgang mit dem Wolf sind dafür nicht praxistauglich, kaum ein Wolf durfte bisher geschossen werden. Deshalb: Schluss mit der Wolfsromantik der Grünen!», forderte Redmann am Mittwoch einer Mitteilung zufolge.
Der Schutzstatus des Wolfs müsse wegen der steigenden Zahl von Nutztier-Rissen endlich an die Realität angepasst werden, erläuterte Redmann. Die Grünen müssten ihren Widerstand aufgeben.
Der Wolf ist nach Europarecht eine streng geschützte Tierart und darf nicht gejagt werden. Die Europäische Kommission will den Schutzstatus aber lockern. Am Mittwoch wollte auch der Bundestag auf Unions-Antrag über den Abschuss von Wölfen debattieren. Brandenburg gilt als das Bundesland mit den meisten Rudeln.
Grüne wollen Rechtssicherheit
Auf die CDU-Kritik entgegnete das Umweltministerium mit Minister Axel Vogel (Grüne) an der Spitze: «Die Vorwürfe des Fraktionsvorsitzenden schlagen fehl. Es handelt sich nicht um Romantik, sondern Rechtssicherheit und Pragmatismus.»