Für Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) zahlt sich der Artenschutz in der Döberitzer Heide aus. «Die Entwicklung der Döberitzer Heide zeigt: Naturschutz wirkt», sagte Lemke bei der Eröffnung eines Natur-Erlebniszentrums Döberitzer Heide am Freitag. Der erfolgreiche Artenschutz trage zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen bei. Laubmischwälder, Moore und Feuchtwiesen böten Lebensräume, Erholung und sie könnten zeitgleich große Mengen an Kohlenstoff speichern.
Lemke machte auf den bestehenden großen «Problemdruck» für die Natur aufmerksam. Die Wälder litten seit 2018 unter der extremen Dürre. Viele Bäume seien abgestorben. Der lang anhaltende Regen in den letzten Monaten habe diese Dürrezeit beendet, so Lemke. Man müsse das Wasser nun länger in der Landschaft halten. «Wir brauchen einen anderen Umgang mit Wasser, wenn es durch die Klimakrise mal zu wenig und dann wieder sehr viel Wasser gibt.»
Lemke warnte zudem vor populistischen Kräften, die Naturschutzthemen zur Spaltung einsetzten. «Stadt gegen Land, Wissenschaft gegen den gesunden Menschenverstand, eine imaginäre Mehrheit gegen angeblich verschworene Eliten», zählte Lemke auf. Solche Erzählungen seien brandgefährlich. Auch im Naturschutz hänge viel davon ab, ob die freiheitliche Demokratie verteidigt werden könne.