Die Umweltminister von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen dringen auf ein zügiges Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Sie seien eine Gefahr für die Umwelt, weder Batterie noch Flüssigkeit ließen sich austauschen, teilte Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) anlässlich der Konferenz der Umweltministerinnen und Umweltminister in Leipzig mit. Sie würden außerdem als Elektrogeräte vermutlich häufig nicht fachgerecht entsorgt.
Die beiden Länder wollen am Freitag einen Antrag bei der Konferenz einbringen, mit dem sie die Bundesregierung dazu auffordern, das angekündigte Verbot von Einweg-E-Zigaretten zeitnah umzusetzen. Der Bundesrat hat sich bereits mehrfach für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ausgesprochen. Die Bundesregierung hat sich bereiterklärt, ein Verbot auf den Weg zu bringen - doch wie und wann, ist bisher offen.
«Einweg-E-Zigaretten sind nicht nur ein erhebliches Umweltproblem, sondern auch ein konkretes Sicherheitsrisiko», sagte Brandenburgs Umweltministerin. «Gelangen sie in den Restmüll, kann es in Entsorgungsanlagen zu gefährlichen Bränden kommen, bei denen giftige Gase freigesetzt werden.» Wenn sie in der Umwelt weggeworfen würden, gelangten Schadstoffe in Böden und Gewässer.