Nach dem massenhaften Sterben von Kranichen an der Vogelgrippe sind Krisenstäbe im Land in Alarmbereitschaft. Freiwillige Helfer und Artenschützer sind in Schutzanzügen im Linumer Teichgebiet im Nordwesten Brandenburgs im Einsatz, um tote Kadaver einzusammeln. Die Ausbreitung der Vogelgrippe unter Kranichen hat nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) ein in Deutschland bislang nicht gekanntes Ausmaß angenommen.
In Brandenburg wurde Kritik laut, die betroffene Region mit um die 1.000 toten Kranichen bekomme nicht genügend professionelle Unterstützung. Landesagrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) sagte, es werde geprüft, ob der Krisenfall ausgerufen wird und möglicherweise das Technische Hilfswerk (THW) zum Einsatz komme. Derweil lief in einem Agrarbetrieb in Kremmen die Tötung von 5.000 Gänsen an. Wichtige Fragen zur Seuchenlage im Überblick: