Ob nun Zigarettenkippe, Trinkbecher oder das alte Sofa: Die illegale Entsorgung von Müll ist in Berlin jetzt deutlich teurer als bisher. Der Senat hatte dazu am 4. November einen neuen Bußgeldkatalog beschlossen, der nun im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Ziel ist mehr Abschreckung in der Hoffnung, dass der Abfall weniger wird. Die maximal möglichen Bußgelder steigen teils drastisch, selbst vermeintlich kleinere Vergehen können finanziell richtig wehtun.
So teuer wird es laut Umweltverwaltung:
- Das Bußgeld für weggeworfene Zigarettenkippen, deren giftige Inhaltsstoffe als hochgradig umweltschädigend gelten, wurde von 80 bis 120 Euro auf 250 bis 3.000 Euro angehoben. Möglich bleibt, den Vorgang als Ordnungswidrigkeit zu werten, für den 55 Euro Verwarngeld fällig werden. Die Mitarbeiter der Ordnungsämter haben hier wie bei anderem Müll auch Ermessensspielraum.
- Für weggeworfene Plastiktüten, Einwegbecher, Trinkpäckchen oder Kaugummi können 55 Euro Verwarngeld oder 250 bis 500 Euro Bußgeld fällig werden. Bei größeren Mengen kann die Geldbuße bis zu 5.000 Euro betragen.
- Gegenstände wie Glasflaschen oder -scherben, Nägel, Blech- und Eisenreste kosten 250 bis 800 Euro Bußgeld, bisher fing es bei 75 Euro an. Zigarettenschachteln, Papier, Taschentücher oder Obst- und Lebensmittelschalen schlagen mit 30 bis 40 Euro Verwarngeld oder 50 bis 100 Euro Bußgeld zu Buche, letzteres lag bisher etwas niedriger.