Lotti ist kein gewöhnliches Fuchs-Baby: Sie liebt Autofahren und geht aufs Katzenklo. Doch trotz ihrer ungewöhnlichen Vorlieben bleibt sie ein Wildtier und wird gerade fit fürs Leben gemacht. Dirk Hartung päppelt den fünf Wochen alten Welpen gerade in einem Naturschutzzentrum der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Hohen Neuendorf (Oberhavel) auf. Das Gelände befindet sich auf dem ehemaligen Todesstreifen an der Berliner Mauer.
Lotti war etwa vier Wochen alt, als sie bei etwa zwei bis drei Grad Celsius in einem Teich gefunden wurde – allein, unterkühlt, kaum noch bei Kräften. Mutter oder Vater wurden laut Hartung vermutlich von einem Hund vertrieben. «Sie hätte die Nacht nicht überlebt», erinnert sich Hartung. Anwohner hatten ihn alarmiert. Er entschied sich, der kleinen Füchsin Wärme und Pflege zu schenken.