Gerüchte über eine angebliche Bedrohung von Eisbärin Hertha im Berliner Tierpark haben sich als Aktion für Klima- und Artenschutz entpuppt. «Hertha ist nicht bedroht» - im Gegensatz zu ihren verbliebenen Artgenossen in freier Wildbahn, sagte der Journalist Michel Abdollahi am Mittwoch in einer mit dem Tierpark einberufenen Pressekonferenz. Er sprach von einer Finte, die er mit dem Tierpark und einer Werbeagentur gelegt habe, um Aufmerksamkeit für die durch den Klimawandel bedrohten Eisbären und eine Dokumentation über das Thema zu schaffen. Diese ist kostenfrei auf Youtube zu sehen.
Wie lief die Aktion ab? Der Tierpark postete am Montag in sozialen Medien einen Hinweis, dass der Bereich um die Eisbär-Anlage gesperrt sei. Laut Medienberichten kursierte zudem ein Video, in dem ein Mann behauptete, Hertha mit Pfeil und Bogen erlegen zu wollen. Die Berliner Polizei prüfte den Fall und hat ihn mittlerweile abgeschlossen, da kein strafrechtlich relevantes Verhalten festgestellt worden sei, wie ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage sagte.