Alles klappte noch nicht für Max Kruse beim Comeback in der Fußball-Kreisliga. Beim Versuch, vor dem Anpfiff ein paar Pommes mit Mayonnaise für ein Selfie abzustauben, blitze der einstige Bundesliga-Star bei einem Berliner Steppke ab. Genau ein halbes Jahr nach seinem letzten Profi-Spiel verhalf der 36-Jährige der Reservemannschaft der Berliner Fußball-Amateure von BSV Al-Dersimspor in der Kreisliga A dann immerhin zum Punktgewinn bei der dritten Vertretung der Spandauer Kickers.
«Das war ein ordentliches Spiel. Natürlich muss ich noch ein bisschen ins Training kommen», sagte Kruse nach dem 1:1. «Kunstrasen, ein stumpfer Platz. Die Füße brennen», gestand er.
Mit der Rückennummer 99 hatte er sein Team aus dem Stadtteil Kreuzberg auf den Kunstrasenplatz ganz im Westen der Hauptstadt geführt. Eine Entscheidung des Trainers Güven Akpolat, wie Kruse sagte. Er brauche die Binde sicher nicht. Mit seinen Mitspielern hielt er vor dem Anpfiff vor einigen hundert Zuschauern ein Transparent mit der Aufschrift: «Willkommen in der Kreisliga, Max».