Der SV Werder Bremen hat mit der ersten Siegesserie in dieser Saison die Abstiegszone der Bundesliga verlassen und den 1. FC Union in den Kampf um den Klassenerhalt hineingezogen. Eine Woche nach dem Befreiungsschlag gegen Heidenheim gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune in langer Überzahl bei den Berlinern mit 4:1 (2:1) und sprang auf Platz 13.
Erstmals siegte Werder in der Liga zweimal in Folge. Die Bremer trotzten einem frühen Rückstand, profitierten aber auch davon, dass sie mehr als 70 Minuten einen Mann mehr auf dem Feld hatten. «Wir müssen stolz sein, das waren drei wichtige Punkte in einem schwierigen Stadion», sagte Torschütze Jens Stage bei DAZN. Der FCU hat nach der Niederlage nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. «Wir sind mittendrin in dem Thema, da wollten wir nicht mehr rein», sagte Geschäftsführer Horst Heldt.
Vor 22.012 Fans im Stadion An der Alten Försterei brachte der Ex-Bremer Derrick Köhn die Gastgeber per Foulelfmeter (18. Minute) in Führung. Nur kurz darauf flog Berlins Andras Schäfer (19.) für ein grobes Foulspiel mit Rot vom Platz. Werder drehte die Partie noch in Halbzeit eins durch Tore von Olivier Deman (31.) und Jens Stage (35.). Marco Grüll (66.) und Patrice Covic (90.+4) erhöhte nach der Pause.