Bei Titelverteidiger und Oberligist Makkabi geht man nach dem umjubelten ersten Landespokalsieg des Vereins im Vorjahr relativ entspannt in das erneute Finale. «Wir haben schon etwas Historisches geschafft. Der ganz große Druck ist raus. Aber wir wollen auch in diesem Jahr bestätigen, dass wir im Pokal eine Macht sind», sagte Makkabi-Coach Wolfgang Sandhowe vor der Partie am Samstag (11.45 Uhr/ARD und rbb). «Wir haben es erneut ins Finale geschafft. Darauf sind wir stolz. Im letzten Jahr hatten wir Druck, weil zuvor keine jüdische Mannschaft den Pokal gewinnen konnte.»
Vor dem Aufeinandertreffen mit dem FC Viktoria 89 Berlin ist das Kräfteverhältnis eigentlich klar verteilt. Der seit elf Pflichtspielen unbezwungene Regionalligist Viktoria kann die Favoritenrolle vor dem Duell im Lichtenberger Hans-Zoschke-Stadion nicht von sich weisen.
Mit der Saison in der Oberliga ist Makkabi dagegen nicht so zufrieden. Aktuell steht die Mannschaft auf Platz sieben. Sandhowe weiß, was mit dem Regionalliga-Dritten auf seine Elf zukommt. «Viktoria hat gute Spieler», sagte er. Am vergangenen Sonntag beobachtete der 70-Jährige den Gegner live bei dessen letzten Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock II (2:2).