Als der dritte Triumph in der Königsklasse perfekt war, hüpften die Handballer des SC Magdeburg im Jubel-Rausch völlig losgelöst über das Parkett und feierten gemeinsam mit ihren Fans den Coup zum Abschluss einer komplizierten Saison. Der unerwartet souveräne 32:26 (16:12)-Sieg im deutschen Finale gegen die Füchse Berlin wirkte wie eine Befreiung auf die Schützlinge von Trainer Bennet Wiegert, die dem Meister aus der Hauptstadt die Krönung der erfolgreichsten Spielzeit in der Vereinsgeschichte vermasselten.
Vor 20.000 Fans war Gisli Kristjansson mit acht Toren bester Werfer für den Vizemeister, der kurz vor Weihnachten durch den blutigen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt erschüttert worden war. «Es ist unglaublich, ich kann das kaum beschreiben. Wir hatten heute eine Mission: die Champions League zu gewinnen. Die gesamte Mannschaft hat einen fantastischen Job gemacht», sagte Kristjansson.
Mit dem starken Auftritt im deutschen Handball-Tempel Lanxess Arena verhinderten die Schützlinge von Trainer Bennet Wiegert die erste titellose Saison seit fünf Jahren und setzten sich wie schon 2002 und 2023 Europas Handball-Krone auf.