Alles sah schon nach einem Tie-Break und einem Punktverlust aus, doch die BR Volleys und ihr frenetisches Publikum hatten andere Ideen. «Das kitzelt dann noch mal ein bisschen extra Motivation raus in der Abwehr. Dann ist man doch noch mal einen Ticken schneller bei der Reaktion», sagte Nationalspieler Moritz Reichert über die Rolle der rund 4.000 Fans beim 3:1-Erfolg gegen Prag in der Champions League. «Das klappt nicht immer so, aber das kann dann auch mal ein paar neue Kräfte freisetzen und da macht es natürlich auch am meisten Spaß.»
Bei einem fünften Satz hätten die Berliner am Ende nur zwei oder gar einen Zähler gewonnen. Mit der vollen Ausbeute von drei Punkten hat sich der deutsche Rekordmeister eine noch bessere Ausgangsposition im Kampf um die K.-o.-Runde verschafft.
Beim spanischen Meister Las Palmas könnten die Berliner am 12. Februar dann möglicherweise schon Platz zwei klarmachen. «Da sind ein paar verrückte Typen im Team, sehr temperamentvoll. Die werden da anders auftreten als hier bei dem Spiel», warnte Kapitän Ruben Schott aber. Das Hinspiel hatten die Berliner glatt 3:0 für sich entschieden.