Marie-Louise Eta war in den vergangenen Tagen in aller Munde, jetzt sprach die erste Cheftrainerin in der Geschichte der Fußball-Bundesliga der Männer im prall gefüllten Medienraum von Union Berlin selbst. Nicht nur angesichts des Rummels um ihre Person ist sich die 34-Jährige der Bedeutung ihrer Anstellung bewusst.
Eta weiß um gesellschaftliche Bedeutung und Signalwirkung
«Ich weiß, dass das eine gesellschaftliche Wirkung und Bedeutung hat und irgendwie auch eine Signalwirkung vielleicht», sagte Eta vor dem wichtigen Spiel im Abstiegskampf gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky). «Es ist auch schön, wenn sich dadurch vielleicht Wege und Türen öffnen, Inspiration dadurch geschaffen wird, dass auch junge Mädchen vielleicht sehen, was alles möglich ist.»
Um die Bedeutung einer Vorreiterinnen-Rolle im Fußball sei es ihr aber nie gegangen. «Mir geht es schon immer um Fußball, mir geht es um die Zusammenarbeit mit Menschen. Und das, was mir am meisten Spaß macht, dann auch in dem Zusammensein, in dem Miteinander maximal erfolgreich zu sein.» Sie sei ja «auch nicht die allererste Frau, die allgemein im Fußball rumläuft». Auch vor ihr habe es schon Cheftrainerinnen von Männerteams gegeben, wenn auch nicht in einer so hohen Spielklasse.