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Union-Trainerin Eta: Erfolgsdenken unabhängig vom Geschlecht

Marie-Louise Eta leitet das Training beim 1. FC Union Berlin.  / Foto: Matthias Koch/dpa
Marie-Louise Eta leitet das Training beim 1. FC Union Berlin. / Foto: Matthias Koch/dpa

Wenige Tage nach ihrer historischen Ernennung zur Cheftrainerin von Union Berlin blendet Marie-Louise Eta die Schlagzeilen möglichst aus. Für sie zählt: Teamspirit, Leistung und der Klassenerhalt.

Union Berlins Cheftrainerin Marie-Louise Eta will sich nach den Diskussionen um ihre Rolle als Vorreiterin im Männer-Fußball auf die sportliche Aufgabe bei ihrer Bundesliga-Premiere fokussieren. «Also mir geht es schon immer um Fußball. Mir geht es um die Zusammenarbeit mit Menschen und das, was mir am meisten Spaß macht, eben dann auch in dem Zusammensein, in dem Miteinander maximal erfolgreich zu sein», sagte sie vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky). 

Eta ist die erste Frau in der Postion als hauptverantwortliche Trainerin bei einem Männer-Bundesligisten. Nach ihrer Ernennung zur Nachfolgerin von Steffen Baumgart am vergangenen Samstag hatte es viele Debatten um die Rolle von Frauen im von Männern dominierten Profi-Fußball gegeben. 

«Ich habe totales Verständnis dafür, dass das in der Öffentlichkeit einfach auch eine Rolle einnimmt, dass es eine Rolle spielt, das ganze Thema. Aber ja, für mich ist es einfach so, dass ich das Thema grundsätzlich kenne und es sich für mich einfach noch nie darum gehandelt hat», sagte die 34-Jährige. 

Hass-Nachrichten ausblenden

Auf die sexistischen Kommentare in den sozialen Netzwerken zu ihrer neuen Aufgabe wollte Eta nicht weiter eingehen. «Ich lese keine Kommentare, es ist an mich herangetragen worden», sagte sie. Aber: Das Positive solle überwiegen. «Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird», sagte Eta. Union Berlin hatte die Hass-Nachrichten massiv angeprangert. 

Für Eta zählt nun der sportliche Erfolg gegen den Tabellenvorletzten aus Wolfsburg. Mit einen Sieg will Union wichtige Punkte für den weiterhin nicht fixen Klassenerhalt sammeln. «Es ist schön, wenn es nur noch um Fußball geht, um Erfolg geht, um Leistung geht. Das ist dann auch unabhängig vom Geschlecht», sagte sie. «Mit Anpfiff ist dann eben auch Fußball.»

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