Kämpferisch und defensiv war Union-Trainer Nenad Bjelica mit seinen Profis gegen Borussia Dortmund mal wieder sehr zufrieden. Doch im Angriff zeigten sich beim 0:2 am Samstag im Stadion An der Alten Försterei einige Probleme, die auch in den letzten Wochen immer wieder eine Rolle spielten.
Abschlussstärke: In der Abwehr hat der Kroate, der im Spätherbst zu Union kam, die Berliner stabilisiert. Die Mannschaft hat viele ihrer Tugenden wiedergefunden. Doch die Offensive gerät wie schon unter Bjelicas Vorgänger Urs Fischer immer mal wieder ins Stocken. «Wir müssen unsere Effektivität verbessern. Wenn du aus deinen drei oder vier guten Aktionen kein Tor machst, wird es schwer zu gewinnen», sagte der Trainer. Mal scheiterten die Berliner an Alexander Meyer, mal fehlte die Genauigkeit, mal wurde ein Haken zu viel geschlagen.
Abstimmung: Häufig fanden die finalen Abspiele aber auch gar keinen Abnehmer. Das Team habe «schlechte und falsche Entscheidungen getroffen vor dem gegnerischen Sechzehner», sagte der Coach. «Wir sind zu viel mit dem Ball gelaufen, anstatt klatschen zu lassen und wieder Tiefe zu suchen.» Auch bei Flanken seien zu selten die richtigen Räume attackiert worden.