Einen Heimsieg eingefahren, die Torflaute beendet, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze deutlich ausgebaut: Union Berlin geht mit einem Hochgefühl in die Länderspielpause. Durch das 2:1 (0:0) am Samstag gegen Werder Bremen ist der Klassenerhalt in Sichtweite - auch wenn Trainer Nenad Bjelica den Mahner gab. «Natürlich gibt es uns eine gewisse Sicherheit», sagte der Kroate mit Blick auf die Tabelle: «Aber 28 Punkte - ich weiß nicht, ob das genug ist, um die Klasse zu halten.»
Das wohl nicht, dafür aber die Art und Weise, wie sich Union unter Bjelica stabilisiert hat. Und gegen Bremen ging vor 22 012 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei auch dessen Plan auf, um die zuletzt fehlende Durchschlagskraft im Angriff zu beheben. Mit Yorbe Vertessen und Brenden Aaronson habe er «zwei kreative Spieler» in der Startelf haben wollen, «die auch auf kleinem Raum passen können», sagte Bjelica, «und das haben sie auch getan». Und sogar noch mehr. Vertessen (50. Minute) feierte mit einem satten Linksschuss unter die Latte seinen Premierentreffer für Union («unglaubliches Gefühl»). Nur zwei Minuten später legte Aaronson nach einem feinen Doppelpass mit Vertessen zum zwischenzeitlichen 2:0 nach.