Nenad Bjelica mit seinen Spielern auf einem selbst gebauten Floß auf dem Scharmützelsee. Solche Bilder wird es bei Union Berlin nicht geben. Trotz des drohenden Abstiegs verzichtet der Trainer der Eisernen im Saison-Schlussspurt der Fußball-Bundesliga auf spezielle Aktionen wie ein Trainingslager oder Teambuilding-Maßnahmen zur allgemeinen Verbesserung der Stimmungslage. «Die Mannschaft in dieser Phase zu kasernieren, das würde ich nicht machen», sagte Bjelica nach dem 3:4 (0:3) im dramatischen Sonntagsspiel gegen den VfL Bochum. Die große Frage bei den Eisernen nach dem radikalen Mix der Emotionen gegen den Revier-Club mit drei Gegentoren in der ersten Hälfte und einer vergeblichen Aufholjagd in der zweiten, ist aber ohnehin, ob Bjelica überhaupt noch weitermachen darf. Präsident Dirk Zingler hatte mit seinem DAZN-Interview vor dem Bochum-Spiel alle Spekulationen über eine feststehende Trennung von dem Kroaten nach der Saison als absurd abgetan. Souverän wirkte er dabei nicht.
Besonders der Auftritt der Eisernen in den ersten 45 Minuten potenzierte die Zweifel an einer erfolgreichen Arbeit Bjelicas aber. Keine Argumente habe man da für einen Klassenverbleib gesammelt, konstatierte Rani Khedira.