Auch nach vier Ligasiegen in Folge will Hertha-Kapitän Fabian Reese sich noch nicht allzu sehr mit der Tabelle auseinandersetzen. «Einer hat mich gerade gefragt, wo wir gerade wären in der Tabelle. Ich weiß es nicht», sagte der 27-Jährige nach dem etwas mühsamen 1:0 gegen Eintracht Braunschweig. «Da gucke ich nicht drauf, ist zu schlecht noch», scherzte Reese. Zu sehen wäre dort, dass der Aufstiegskandidat nach einem verkorksten Saisonstart wieder absolut in Reichweite der Spitze ist.
Insgesamt fünf Pflichtspiele hintereinander haben die Berliner gewonnen, alle ohne Gegentor. Eine solche Siegesserie gab es für den Hauptstadtclub seit 2001 nicht mehr. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl hat eine neue Stabilität gefunden. Eine schwache erste Halbzeit wirft das Team nicht mehr aus der Bahn. Knappe Führungen werden nicht mehr aus der Hand gegeben.
«Klar unter Arbeitssieg einzuordnen, das ist die neue Qualität», sagte Sportdirektor Benjamin Weber. «Es geht um die Dinge, auch wenn es sich langweilig anhört, die die zweite Liga erfordert. Das ist: Verteidigen, Intensität auf den Platz bekommen.»