Kompletter Fokus auf Köln. Marie-Louise Eta möchte nach dem zweiten Rückschlag mit Union Berlin die positiven Signale mitnehmen. Nach der 1:3-Niederlage am Freitagabend in Leipzig hatten die Köpenicker noch Dusel auf dem Sofa, dass die Mitkonkurrenten Köln und der Hamburger SV ihre Heimspiele nicht gewannen. Zudem teilten Wolfsburg und Gladbach die Punkte, St. Pauli verlor auch.
«Wir werden nächste Woche wieder angreifen. Wir werden die positiven Aspekte mitnehmen», sagte die 34 Jahre alte Cheftrainerin der Eisernen nach der Niederlage bei RB Leipzig.
Eta hat «keine Bauchschmerzen»
Es war die siebte Pleite in den vergangenen zehn Partien für Union, die sportliche Krise hatte auch zur Trennung von Steffen Baumgart geführt. Sie habe «keine Bauchschmerzen», sagte Eta beim Pay-TV-Sender Sky. «Wir wussten, dass es weiterhin ein harter Weg wird.»
Vor dem wichtigen Heimspiel am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln sieht die Union-Trainerin trotz der zwei Niederlagen eine Entwicklung. Sie habe eine Mannschaft erlebt, «die immer an sich geglaubt hat, sich dagegengestemmt hat». Das gilt auch für die «die Jungs, die reingekommen sind. Sie haben einen guten Impuls gegeben», sagte Eta.
Beim ungeliebten Rivalen in Leipzig hatten die Köpenicker «gute Ballgewinne, aber daraus dann einfach zu wenig gemacht. Da hat uns der Mut im Ballbesitz gefehlt, die Situation konsequenter auszuspielen», meinte Eta. Die Gegentore erklärte Christopher Trimmel auch mit der besonderen RB-Offensivkraft. «Die Flügel sind von der Qualität her gleich wie bei FC Bayern München besetzt, das muss man ehrlich so sagen. Die kann man allein nicht verteidigen», sagte der Kapitän.
Trimmel: «Man sieht schon ein bisschen was»
Dennoch spürt er Veränderungen. «Ich glaube, man sieht schon ein bisschen was. Da müssen wir jetzt jeden Tag alles aufsaugen und alles bestmöglich umsetzen», beschrieb er bei Sky die Hauptaufgabe für das Team. Im Training sei sehr gute Energie. Trimmel sehe eher ein Zeitproblem für seine neue Trainerin: «Speziell für sie ist es schwierig, die neuen Inhalte schnellstmöglich in die Mannschaft zu bekommen.» Das sieht auch Eta so. «Wir konnten nicht erwarten, dass wir in kurzer Zeit alles auf links drehen», erklärte die gebürtige Dresdnerin.
Torhüter Frederik Rönnow verletzt raus
Nach dem 0:2-Rückstand nutzte Eta die kurze Verletzungsunterbrechung von Frederik Rönnow, um intensiv auf ihre Spieler einzureden. Der Stammkeeper musste dann verletzungsbedingt von Carl Klaus ersetzt werden, nachdem schon Ersatztorhüter Matheo Raab verletzt passen musste.
«Als der Abschlag von Freddy weggegangen ist und er sehr laut geschrien hat, war mir direkt klar, dass ich rein muss. Das Adrenalin trägt dich ein bisschen bis zur Pause, weil alles sehr schnell geht», sagte Klaus. Eta war mit ihrem Aushilfstorwart zufrieden: «Er war sofort da, hatte zwei, drei wichtige Paraden, wo er uns gut im Spiel hält. Er hat es gut durchgezogen, eine klare Präsenz und mit einer guten Energie, das war sehr positiv.»
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