Union Berlins Medienchef Christian Arbeit erfüllt seine Aufgaben grundsätzlich mit viel Liebe zum Detail. Urs Fischer nicht versehentlich aus alter Gewohnheit den Platz des Heimtrainers auf dem Pressepodium zuzuteilen, war für ihn der schwerste Job nach dem 2:2 gegen den FSV Mainz 05, wie er mit einem Augenzwinkern verriet.
So hängte Fischer seine Trainingsjacke über den Griff eines Fotografenkoffers und stand bei der Analyse eines recht dramatischen Unentschiedens in dem engen Raum im Stadion an der Alten Försterei diesmal links von Arbeit und nicht wie früher rechts. Die Ordnung war gewahrt am Ende des Tages, der für die Mainzer vom Abstiegskampf und für die Berliner vom Fischer-Rückkehr-Hype dominiert war.
Alle, die es mit den Mainzern halten, dürften erleichtert zur Kenntnis genommen haben, was der für die Rheinhessen noch recht neue Coach nach seiner emotionalen Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, wo er lebenslangen Kultstatus genießt, zum Besten gab.