Der Rechtsstreit zwischen der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und dem Eislauf-Weltverband Isu um Schmerzensgeld und Schadenersatz in Millionenhöhe ist nach Angaben der Berlinerin beendet. Wie ihr Lebensgefährte Matthias Große mitteilte, habe der «Fall Pechstein am 27. Februar 2025 nach über 16 Jahren ein klares und versöhnliches Ende gefunden». Über die Details der Einigung in dem Millionen-Streit wurden keine Angaben gemacht. Weitere Stellungnahmen des Teams Pechstein werde es zunächst nicht geben.
Die 53 Jahre alte Olympiasiegerin hatte die Isu auf Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von fast 8,4 Millionen Euro für eine 2009 ihrer Meinung nach zu Unrecht verhängten zweijährigen Doping-Sperre verklagt (Az. U 1110/14 Kart.). Pechstein hatte Doping stets bestritten und dies auch vor Gericht wiederholt.
Bei der Verhandlung vor dem Oberlandesgericht München hatte der Richter eine außergerichtliche Einigung angeregt. Danach sollte die Isu eine Ehrenerklärung formulieren. Anschließend sollte Pechstein entscheiden, ob sie damit einverstanden ist. Danach könne über die Höhe des Schadenersatzes verhandelt werden. «Räumt die Isu öffentlich ein, dass es falsch war, mich zu sperren, bin ich zu einem Vergleich bereit», hatte Pechstein vor Gericht erklärt.