Auf dieses Highlight müssen Hertha-Fans und interessierte Berlin-Besucher verzichten. Pal Dardai wird natürlich nicht in einem imaginären Hertha-Museum den Touristen-Führer spielen. Der Scherz der als Trainer nun schon zum dritten Mal scheidenden Club-Ikone machte aber deutlich, was dem Berliner Fußball-Zweitligisten künftig ganz sicher fehlen wird: Ein Original, das mit Berliner Schnauze und unverändert ungarischem Akzent ein Seismograf für Stimmung und Stimmungen ist. Und mit einem lockeren Spruch ganz einfach mal von unangenehmen Dingen ablenken kann.
«Wir werden ein Museum machen. Ich werde den Gästen alles zeigen. Dafür werde ich gut bezahlt», sagte Dardai nach dem sportlich ziemlich dürftigen Saisonabschluss beim 1:2 beim Absteiger VfL Osnabrück zu seinem künftigen Hertha-Job. Mit ein paar Worten hatte der 48-Jährige nicht nur alle Lacher auf seiner Seite, sondern auch die aufflammende Debatte, was denn nun aus ihm werden wird bei der Hertha und wie die Berliner diese Personalie geschickt moderieren können, zumindest vorübergehend gestoppt.