Das Bündnis NOlympia hat die erste Etappe für ein Volksbegehren gegen die Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele gestartet. «Die Berliner sollen entscheiden, ob so große Geldsummen für ein zweiwöchiges Event bereitgestellt werden sollen», sagte Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion, bei der Auftaktveranstaltung vor dem Roten Rathaus, «wir haben eine Finanzkrise und ein Haushaltsloch. Berlin hat andere Prioritäten als Olympia.»
Das aus Organisationen und Verbänden bestehende Bündnis muss bis zum 18. Oktober 20.000 Unterschriften sammeln. Das wolle man aber schon bis zur Sommerpause schaffen, sagte Uwe Hiksch von den Naturfreunden Berlin, «um später nicht in den Wahlkampf zu geraten.» Wird der Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens zugelassen, müsste das Bündnis dann weitere 180.000 zustimmende Unterschriften sammeln, um einen Volksentscheid herbeizuführen. Bei diesem könnten dann alle Berliner und Berlinerinnen abstimmen.