Eigentlich hatte Toni Leistner im vergangenen Jahr angekündigt, seine Karriere bei Hertha BSC beenden zu wollen. Doch nachdem der Vertrag des früheren Kapitäns überraschend nicht verlängert wird und der 35-Jährige nach Saisonende ohne Verein dasteht, kann sich Leistner nun offenbar doch vorstellen, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen.
«Wenn ich die Saison so Revue passieren lasse, an wie vielen Zu-Null-Spielen ich beteiligt war, wenn ich von Anfang an gespielt habe, fand ich eigentlich, das war eine ganz gute Saison persönlich. Wenn ich dann noch sehe, dass der Körper komplett mitmacht - nicht eine Einheit verpasst, einmal nur privat gefehlt -, dann denke ich schon, dass noch etwas im Tank ist», erklärte Leistner.
Die Entscheidung in der Zukunftsfrage trifft der gebürtige Dresdner aber nicht alleine. «Das muss ich die nächsten zwei bis vier Wochen sortieren und mit meiner Frau besprechen. Weil im Vordergrund steht die Familie. Wir haben eine schulpflichtige Tochter, die andere wird im Sommer eingeschult. Da ist die Planung nicht mehr so einfach», sagte Leistner, der bislang in 24 Zweitliga-Spielen in dieser Saison zum Einsatz kam.