Der 1. FC Köln hat sich mit einem Last-Minute-Wahnsinn ein Endspiel um den Klassenerhalt erkämpft und Union Berlin in diesen Nervenkrimi endgültig mit hineingezogen. Nach einem 0:2-Rückstand gewannen die Kölner gegen die Berliner noch mit 3:2 (1:2) und rückten vor dem letzten Spieltag bis auf drei Zähler an Union heran. Bei den Hauptstädtern brachte auch der Trainerwechsel von Nenad Bjelica zu Marco Grote vorerst nichts.
Köln braucht nun einen Sieg in Heidenheim und eine Berliner Heimniederlage gegen Freiburg im letzten Spiel von Trainer Christian Streich, eines davon mit mindestens zwei Toren Unterschied.
Somit kann der erste Bundesliga-Meister, dessen historischer Titel sich zwei Tage vor dem Spiel zum 60. Mal gejährt hat, doch noch hoffen. Und Union muss noch zittern, um nicht der erste deutsche Club zu sein, der als Champions-League-Teilnehmer in derselben Saison absteigt. Köln kam nach den bisherigen sechs Abstiegen viermal direkt im ersten und zweimal im zweiten Jahr zurück. Da die FIFA-Transfersperre aber auch im Sommer gilt und die Kölner somit keine Spieler kaufen, sondern nur verliehene zurückholen können, würde die Rückkehr diesmal wohl schwer wie nie.