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IOC verteidigt Verkauf eines T‑Shirts mit Motiv der Olympischen Spiele 1936 in Berlin

Das IOC verteidigt den Verkauf eines T-Shirts mit Bezug zu Olympia 1936. (Archivbild) / Foto: Michael Kappeler/dpa
Das IOC verteidigt den Verkauf eines T-Shirts mit Bezug zu Olympia 1936. (Archivbild) / Foto: Michael Kappeler/dpa

IOC verteidigt Verkauf eines ausverkauften T‑Shirts mit Motiv der Olympischen Spiele 1936 in Berlin trotz Kritik der Grünen wegen NS‑Propaganda.

Das Internationale Olympische Komitee verteidigt den Verkauf eines T-Shirts mit einem Motiv zu den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin gegen Kritik. Im Onlineshop wird das Shirt im Rahmen der sogenannten «Heritage Collection» mit Artikeln, die Plakate früherer Olympischer Spiele zeigen, angeboten und ist derzeit ausverkauft. Auf dem Shirt ist unter den olympischen Ringen eine männliche Figur mit Lorbeerkranz über der Quadriga des Brandenburger Tors sowie unter anderem der Aufdruck «Germany Berlin 1936 Olympic Games» zu sehen.

Grünen-Politiker fordert Stopp von Verkauf

Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem IOC vor, «dass es seine eigene Geschichte offenbar nicht ausreichend reflektiert». Sie forderte, den Verkauf zu stoppen. «Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Das T-Shirt erweckt optisch den Eindruck, an diese Ästhetik anzuknüpfen.» Ohne kritische Einordnung sei «diese Bildwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet.»

Das IOC betonte, dass man «selbstverständlich die historische Problematik der "NS-Propaganda" im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin» anerkenne. «Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass in Berlin 4.483 Athleten aus 49 Ländern in 149 Wettbewerben um Medaillen kämpften.» Der historische Zusammenhang dieser Spiele werde weiter im olympischen Museum in Lausanne erklärt. Die Anzahl der vom IOC produzierten T-Shirts zur Ausgabe von 1936 sei limitiert, weshalb sie derzeit ausverkauft seien. 

Das IOC betonte, dass es damit auch sein geistiges Eigentum schütze. Dass diese Markenrechte weiterhin gültig seien, hänge davon ab, dass diese weiter genutzt werden. Ansonsten könnten diese von anderen genutzt werden.

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