Erst Vizemeister, dann DFB-Pokalsieger - und nun? Über die Ziele des VfB Stuttgart in der neuen Saison der Fußball-Bundesliga wollte Trainer Sebastian Hoeneß ungern sprechen. Das könne man später ja immer noch, gab der 43-Jährige vor dem Auftakt beim 1. FC Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zu verstehen. Womöglich geht's Hoeneß ähnlich wie manchem externen Beobachter: Den VfB so richtig einzuordnen, fällt schwer. Was für die Schwaben drin ist, gehört zu mehreren Fragen vor dem Start in der Hauptstadt.
Wie steht's um den angeschlagenen Nübel?
Rechtzeitig zum Liga-Start ist der Stammkeeper offenbar wieder fit. Es gebe eine «klare Tendenz» dahin, dass Nationaltorwart Alexander Nübel gegen Union spielen könne, sagte Hoeneß. Nübel hatte in der Vorbereitung mit hartnäckigen Ellenbogenproblemen zu kämpfen, verpasste mehrere Testspiele und auch den Supercup gegen den FC Bayern München (1:2) am vergangenen Samstag.
Warum fehlt Neuzugang Assignon?
Es ist ein Ausfall der eher ungewöhnlichen Sorte: Lorenz Assignon fehlt in Berlin nicht wegen einer Verletzung oder womöglich gar, weil er nicht gut trainiert hätte. Der 25-jährige Franzose sitzt eine Gelbsperre ab.
«Er hat eine Gelbsperre aus der französischen Liga mitgenommen, die ärgerlicherweise auch für die Bundesliga gilt», klärte Trainer Hoeneß auf. Er sei selbst «überrascht» gewesen von dieser Regelung.
Assignon war im Sommer für mehr als elf Millionen Euro von Stade Rennes nach Stuttgart gewechselt. Eine seiner Gelben Karten hatte Asignon am letzten Spieltag der Vorsaison gegen Olympia Marseille (2:4) gesehen. In Berlin dürfte stattdessen erneut Josha Vagnoman auf der rechten Defensivseite beginnen.