Erst flogen vor lauter Glück die Handschuhe durch die Arena in Mannheim, dann jubelten und klatschten sich die Spieler der Eisbären Berlin ab - mittendrin ihr Meistercoach Serge Aubin, der sich die Freudentränen aus den Augenwinkeln wischte. «Für mich ist dieser Titel etwas Besonderes, denn es gab eine lange Zeit Zweifel an uns», sagte der 51-Jährige und verwies auf die vielen Rückschläge und Herausforderungen, die sein Team in dieser Spielzeit zu meistern hatte. «Wir sind damit gut umgegangen und zur richtigen Zeit aufgestanden.»
Das gellende Pfeifkonzert der Mannheimer Heimfans war den Titelverteidigern in der Deutschen Eishockey Liga total egal, sie feierten auch eine Stunde nach Spielende noch ausgelassen auf dem Eis. Der verletzte Lean Bergmann bekam im Rollstuhl sitzend als erster die goldene Meistermedaille.
Dank eines 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) verwandelten die Eisbären ihren zweiten Matchpuck und machten dadurch die zwölfte Meisterschaft in der DEL klar. Die Treffer von Ty Ronning (20./44.), Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) bedeuteten den entscheidenden letzten Schritt zur erneuten Titelverteidigung. Für Mannheim traf lediglich Marc Michaelis kurz vor dem Ende, als die Partie längst entschieden war (59.).