Mehr als 2.000 Menschen haben an einer Demonstration von Abtreibungsgegnern unter dem Motto «Marsch für das Leben» in Berlin-Mitte teilgenommen. Der Demonstrationszug begann etwas verspätet am Mittag am Hauptbahnhof. Die Polizei sprach von 2.200 Teilnehmern. Auch Gegendemonstranten, die sich für eine Abtreibungserlaubnis einsetzen, waren mit Fahrrädern und Plakaten unterwegs.
Zunächst verlief alles friedlich, so die Polizei. Im Laufe der Demonstration blockierten dann nach Polizeiangaben mehrere Menschen kurzzeitig die Strecke und ignorierten ihre Aufforderungen, die Straße zu verlassen. Polizisten hätten die Gegendemonstranten dann mit Zwang von der Straße gebracht. Weitere Vorkommnisse gab es bis zum Ende der Demonstration demnach nicht.
Insgesamt waren seit dem Vormittag zwischen 400 und 600 Polizisten wegen der Demonstrationen und der ersten Marathon-Veranstaltungen im Einsatz, wie Polizeisprecher Florian Nath sagte. Wegen des Marathons, bei dem die Skater am Tag vor dem großen Lauf starteten, sei die Polizei in Mitte, Charlottenburg und Kreuzberg unterwegs, um den reibungslosen Ablauf zu schützen. Er forderte Autofahrer auf, die Innenstadt zu umfahren.