Hochrisikospiel in Dresden: Hertha mit wenig Fans
Die Verantwortlichen von Dynamo Dresden und Hertha BSC hoffen diesmal auf ein Flutlichtspiel in der 2. Fußball-Bundesliga ohne Ausschreitungen. Nach dem Skandalmatch im April, das nach einem Platzsturm sogar vor dem Abbruch gestanden hatte, kommt es heute um 20.30 Uhr (Sky und RTL) zum brisanten Wiedersehen. Die Partie ist als Hochrisikospiel eingestuft, entsprechend wird auch das Polizeiaufgebot sein. Beide Trainer, Thomas Stamm von Dynamo und Stefan Leitl von Hertha, versicherten, dass die Vorfälle von damals keinen Einfluss auf die Vorbereitung gehabt hätten. Beide Vereine - zusammen wurden sie zu fast einer Viertelmillion Euro Strafe vom DFB-Sportgericht verurteilt - sind seitdem aber erst recht im Austausch. Wegen einer teilweisen Sperrung des Gästeblocks sowie personalisierter Tickets haben Hertha-Ultras zum Boykott der Partie aufgerufen. Die Berliner Vereinsverantwortlichen rechnen mit 700 organisierten Fans, die nach Dresden reisen werden. Rund 29.000 Zuschauer werden insgesamt erwartet. Sportlich könnten die Gegensätze aktuell kaum größer sein: Hertha gewann alle fünf Partien in dieser Saison und führt die Tabelle vor dem sechsten Spieltag an. Dynamo Dresden rangiert auf dem vorletzten Platz mit nur vier Punkten von möglichen 15. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten