Stefan Leitl hätte in der großen Erleichterung über den ersten Saisonsieg von Hertha BSC viele Geschichten erzählen können. Der Trainer der Berliner entschied sich aus guten Gründen zuerst für die von Kennet Eichhorn. 16 Jahre und 48 Tage. Jünger war bei seinem ersten Startelf-Einsatz im deutschen Profi-Fußball nur der einstige Dortmunder Youssoufa Moukoko.
Eichhorns Alter allein war nicht Leitls Antrieb. Es war die Leistung des Teenagers beim überraschend deutlichen 3:0 beim Zweitliga-Spitzenreiter Hannover 96 auf der strategisch wichtigen Sechserposition.
«Ganz ehrlich, 16 Jahre, 50.000 Zuschauer. Gegen eine Top-Mannschaft, für mich war er mit Abstand der beste Spieler auf dem Platz. Mit 16 Jahren, so ein abgeklärter Auftritt», geriet der Hertha-Coach ins Schwärmen. Leitl hatte Eichhorn früher von der U17-Auswahl des DFB zurück nach Berlin geholt - er hatte einen Hannover-Plan mit ihm, der perfekt aufging.