Tim Walter hatte Hertha BSC mit Holstein Kiel gerade schon mächtig geärgert, da zog der Trainer der Norddeutschen noch einen ganz bitteren Vergleich. «Jahrelang» sei es ihm mit dem Hamburger SV so ergangen, wie seinem Kollegen Stefan Leitl mit der Hertha. Dominanter Fußball ohne Ertrag. Gefangen in der Fußball-Zweitklassigkeit über Jahre.
«Da musste ich mich auch den Fragen entgegenstellen. Und so tue ich ihn nicht beneiden darum», schloss Walter nach dem mega-glücklichen 1:0 der Kieler gegen die wieder einmal enttäuschten Berliner. Den Fragen stellte sich Hertha-Coach Leitl. Und die Antworten waren frustrierend.
«Diese Qualität, dann auch in dem Moment zu sein, in dem Moment zu leben, um diese Aktionen auch qualitativ sehr gut auszuführen, die fehlt halt oftmals. Und deswegen ist es so, dass du so ein Spiel dann am Ende verlierst», sagte Leitl zu dem erneuten Chancenwucher.