Die zehnte Saisonniederlage hat bei Hertha BSC die Stimmung ganz tief in den Keller sausen lassen. «Ich muss aufpassen, was ich sage», sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg, «natürlich muss ich meine Emotionen im Griff halten, aber ich bin richtig angefressen.»
Dem 48 Jahre alten Trainer missfiel vor allem die fehlende Energie seiner Mannschaft vor 28.123 Zuschauern in der ausverkauften Avnet-Arena. «Beispielhaft ist das Gegentor, da fehlt es mir komplett an Intensität», sagte Leitl über den Treffer des Magdeburgers Laurin Ulrich in der 62. Minute. Nach dem Rückstand wachte sein Team ein «bisschen auf» und kam durch Marten Winkler in der 67. Minute zur besten Chance, «aber das reicht dann auch nicht.»
Leitl musste neben den gesperrten Kennet Eichhorn und Paul Seguin auf Dawid Kownacki verzichten. Der Stürmer hatte nach dem Training über Unwohlsein geklagt und war in Berlin geblieben. Somit fehlten drei Spieler, die zumeist für Intensität auf dem Platz stehen. Eine Ausrede für die dritte Niederlage aus den letzte vier Spielen konnte das nicht sein.