Es ist erst drei Monate her, dass die Berliner Fans schon nach einer Viertelstunde genug hatten. Mit gellenden Pfiffen quittierten sie den desolaten Hertha-Auftritt. Coach Stefan Leitl entschuldigte sich später kleinlaut bei den eigenen Anhängern und ließ die vereinzelten Forderungen nach einem Trainerwechsel ratlos über sich ergehen.
Das war Ende August. Die Aufstiegsanwärter aus Berlin hatten gerade mit 0:2 gegen Elversberg verloren und waren nach dem 4. Spieltag auf den vorletzten Platz der 2. Fußball-Bundesliga abgestürzt. Hertha steckte tief in der Krise – und eine Trainerdebatte schien nur noch eine Frage der Zeit.