Immerhin höflicher Applaus für Kapitän Fabian Reese und seine enttäuschten Zweitliga-Teamkollegen, aber eine schallende Ohrfeige für das bisherige Führungs-Duo im Aufsichtsrat. Hertha BSC bleibt für Überraschungen gut und hat mit der Abwahl seiner langjährigen Vereins-Kontrolleure für ein weiteres Kapitel in seiner bewegten Club-Historie gesorgt.
In Torsten-Jörn Klein und Scott Körber wurden der Chef und sein Stellvertreter des Aufsichtsrates bei der Mitgliederversammlung abgewählt. Entscheidender Makel des Duos war deren Amtszeit in den desaströsen Jahren unter Ex-Investor Lars Windhorst. Einzig Ex-Profi Andreas Schmidt wurde im Amt bestätigt.
Kontrolliert wird das Hertha-Präsidium nun von Tim Kauermann, Niklas Rotter, Schmidt und Rebecca Zenner. Das Quartett hat große Aufgaben, denn wirklich Ruhe gibt es bei der Hertha absehbar nicht, sportlich wie wirtschaftlich. Das spürte auch Publikumsliebling Reese.