Für den folgenschweren Platzverweis für Kennet Eichhorn trägt die Mannschaft von Hertha BSC nach Meinung von Trainer Stefan Leitl eine Mitschuld. «Es ist dann schon tatsächlich so, dass wir schon dafür verantwortlich sind, dass Kenny in diese Situation kam und sich diese Rote Karte abgeholt hat. Es ist so, dass wir uns in Situationen spielen, die nicht gut sind. Kenny mit seinem Elan, mit seinem Eifer will dann alles versuchen. Es ist eine sehr unglückliche Situation gewesen», sagte Leitl.
Beim 1:1 in Braunschweig hatte Eichhorn seinen Gegenspieler in der 73. Minute mit offener Sohle oberhalb des Knöchels getroffen. Nach Hinweis des Video-Assistenten zückte Schiedsrichter Patrick Alt die Rote Karte. Eichhorn fehlt Hertha im Heimspiel am Samstag (13.00 Uhr/Sky) gegen Holstein Kiel und in der Folgewoche beim 1. FC Magdeburg.
«Klar sprichst du dann mit dem Jungen. Er ist schon sehr, sehr enttäuscht. Klar auch ein Lerneffekt. Ich gehe davon aus, er wird nie wieder so in einen Zweikampf gehen. Darüber haben wir gesprochen, ihm Mut zugesprochen und ihn aufgebaut», berichtete Leitl und sagte mit einem Augenzwinkern: «Ich hätte mir schon gewünscht, dass er nicht jeden Rekord dann knackt». Eichhorn ist der jüngste Spieler mit einem Platzverweis in der Zweitliga-Historie.