Einen Punkt eingesammelt – zwei Punkte verloren: Hertha BSC ist einmal mehr als Aufbauhelfer für angeschlagene Vereine der 2. Fußball-Liga tätig gewesen. «Wenn man auswärts drei Tore schießt und im ersten Durchgang eigentlich alles richtig macht, dann fühlt es sich wie eine Niederlage an, mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren», sagte Hertha-Schlussmann Tjark Ernst nach dem 3:3-Remis bei der SpVgg Greuther Fürth.
Dabei zeigten sich die Berliner nach der 0:2-Heimniederlage gut erholt und legten im Sportpark Ronhof eine der besten Halbzeiten der Saison hin und ließ die Gastgeber nur selten in der Berliner Spielhälfte gewähren. Die Tore von Fabian Reese (33.) und Luca Schuler (36.) zeugten von der Dominanz der Berliner.
Zudem ergaben sich noch weitere Chancen, und ein vermeintliches Abseitstor von Kapitän Reese in der 26. Minute wurde zurückgenommen. «Wir müssen nach der 2:0-Führung das dritte Tor nachlegen und das Spiel einfach killen», kommentierte Schuler. «Dann wäre das Ganze schon zur Pause gefühlt entschieden gewesen. Das haben wir leider nicht geschafft. Der Anschlusstreffer hat Fürth dann wiederbelebt», sagte der Torschütze über das überraschende 1:2 durch Fürths Kapitän Branimir Hrgota (42.), vor dem Hertha-Trainer Stefan Leitl vor dem Spiel extra noch gewarnt hatte.